wunderbar, fantastisch, Schweden

"Wir machen uns die Welt widdewidde wie sie uns gefällt"

 

Aber zu erst noch fix durch Dänemark

Auf dem Weg nach Schweden dient uns Dänemark diesmal nur als Transitland gen Norden, offenbart uns aber dennoch ein paar schöne Highlights. In Odense, der drittgrößten dänischen Stadt auf der Insel Fünen, verweilen wir im vermutlich gemütlichsten Café Dänemarks [hier zum Café Fleuri] zwischen Gartenkräutern und unter einem Feigenbaum in einem kleinen Hinterhof. Auf dem weiteren Weg Richtung Schweden durchkreuzen wir das bereits zuvor lieb gewonnene Kopenhagen und genießen dort eines der besten veganen Eis bei Nicecream [hier mehr zu Vegan in Kopenhagen]. Die Bouldereinheit im „Copenhagen Boulders“ stellt uns allerdings nur mäßig zufrieden [Bouldern in Kopenhagen]. Hingegen hatten wir einen phantastischen freien Schlafplatz direkt am Strand von Kopenhagen [Amager Strandpark].

 

Eine Brücke über den Öresund

59 € kostet uns die Fahrt über die Öresundbrücke, welche Kopenhagen [Dänemark] und Malmö [Schweden] verbindet. Ein zweites Mal [schau hier wo das erste Mal war] auf dieser Reise werden wir auf schwedischer Seite mit innereuropäischen Passkontrollen überrascht, welche laut schwedischem Grenzbeamten vor drei Jahren wieder eingeführt wurden. Wieder heißt es für uns: „Wo hatten wir noch mal unsere Pässe vergraben?“
An einem wundervollen Sandstrand südlich von Malmö, den wir schon von unserer Ostseeumrundung aus 2013 kennen, verbringen wir unsere zwei ersten Tage in Schweden bei schönstem Sommerwetter und freiem Blick auf die Öresundbrücke. Hier hatte der Gemüsezwerg seinen ersten ausführlichen Sandkontakt und dabei sichtlich Spaß diesen durch seine Finger rinnen zu lassen und seine Hände tief in den Sand hinein zu graben.

 

Helsingborg

Wir fahren die Westküste Schwedens hinauf gen Göteborg und machen einen kurzen Stop im ca. 100.000 EinwohnerInnen großen Helsingborg. Von hier aus sind es über den Öresund zum dänischen Helsingör nur circa zehn Kilometer. Helsingborg gehört, trotz einiger sehr schöner Ecken im Stadtzentrum mit niedlichen Fachwerkhäusern, nicht unbedingt zu den Top-Ten unserer Lieblingsstädte. Man kann es besuchen, muss aber auch nicht zwingend. Zwei Dinge bleiben uns besonders im Gedächtnis: die unfassbar hohe Dichte an Friseurläden und der sehr offensichtliche Drogenumschlagpunkt auf dem „Sundstorget-Platz“, mit entsprechender Bewusstseinslage der Anwesenden.

Am Melbystrand, den man mit dem Auto befahren kann und der sich über 14 km erstreckt, verbringen wir einen wunderbaren Sommertag mit Sand durch die Finger rieseln lassen, Muscheln anlecken und Wassereis essen. Heckzelt und „selfmade“- Markise spenden uns an diesem heißen Tag Schatten. Eine fest am Auto installierte Markise wollen wir nicht, da diese nur für einen bestimmten Sonnenwinkel sinnvoll ist. Bei tief stehender Sonne bringt sie nichts. Stattdessen bauen wir uns aus einer Gewebeplane, zwei Teleskopstangen und Spanngurten einfach selbst den Sonnen- und Windschutz den wir je nach Gegebenheiten vor Ort brauchen [bei kleinem Packmaß]. So ergibt sich jedes Mal eine andere, individuelle Optik.

 

Göteborg

Das circa 570.000 EinwohnerInnen große Göteborg, nach Stockholm die zweitgrößte Stadt Schwedens, ist [mindestens] einen Tagesausflug wert. Die Stadterbauer waren von König Gustav II. angeworbene Niederländer. So verwundert das Amsterdam-ähnliche Stadtbild nicht. Überall Kanäle, kleine Brücken und hübsch angelegte Parks und Grünflächen. Seit dem 18. Jahrhundert ist Göteborg eine wichtige europäische Hafen-, Handels- und Industriestadt. Dies spiegelt sich auch in der Stadtarchitektur wider, mit hohen und reich verzierten Wohnhäusern und breiten Straßenzügen. Die Innenstadt um den Dom herum ist dem gegenüber deutlich gemütlicher und zu großen Teilen verkehrsberuhigt. Das Stadtzentrum ist sehr gut zu Fuß zu erkunden. Bei dem unübersichtlichen Straßenverkehr auf jeden Fall die bessere und schnellere Option. Viele Parkanlagen bieten dabei die Möglichkeit sich vom Großstadtgewimmel zu erholen.

Beim „Planet Vega Foodtruck“ essen wir einen hevorragenden Quinoa Burger und eine Buddha Bowl aus allerlei hochwertigen Zutaten [Vegan in Göteborg]. Sogar der Gemüsezwerg kann mitessen. Das ist doch mal Baby-led-weaning wie aus dem Lehrbuch.

Direkt vor den Toren der Stadt liegen außerdem einige Seen. An einem verbringen wir gleich drei Nächte mit Wandern und Baden am Tag.

 

Facettenreicher Vänern See

Nach Göteborg verlassen wir die schwedische Westküste und biegen ab in´s Landesinnere, wo wir den Vänern See [Schwedens größter See] umrunden wollen. Der ist unfassbar facettenreich und hat´s uns richtig angetan. Mal offenbart er einen wundervollen langen Sandstrand, wenige Kilometer weiter kraxelt man über wilde Felsformationen ins Wasser, die Felsen bilden dabei viele kleine Buchten und ein nächstes Mal endet der samtweiche Waldboden direkt am Ufer. Großartig. Und jede Nacht ein anderer traumhafter Schlafplatz direkt am Wasser. Auch unser Rumpelrabauke genießt das Beobachten der Seevögel, das Rumwühlen im Sand oder Waldboden und das nackige Plantschen im Wasser.

In Schweden verbringen wir insgesamt zwei sehr schöne und entschleunigende Wochen.

Wir fahren von einem Badeplatz zum nächsten und genießen tolle Sommertage und das warme Wasser der vielen Seen.

Nach einem letzten schwedischen Großeinkauf, denn in Norwegen soll es deutlich teurer sein, fahren wir am 7.7.2018 über die schwedisch-norwegische Grenze und sind von den ersten Kilometern an absolut in den norwegischen Landschaftsbann gezogen.