Vegan in Island

 

Bezüglich des Auswärts Essens lässt sich dies kurz fassen:
in der zweitgrößten Stadt Akureyri gibt es omnivore Restaurants mit veganem Angebot.
In der Hauptstadt Reykjavik sogar zwei gänzlich vegane Restaurants. In isländischen Lokalen ist es jedoch deutlich teurer als in Deutschland. Einen Döner erspähten wir bei 10 €, einen Burger bei 17 €  und eine Pizza bei 20 €. Von ausgeklügelten Speisen in einem Restaurant ganz zu schweigen. Aus diesem Grund haben wir uns hier die Speisekarten nur von Außen angeschaut und können zum Thema geschmacklich nichts Weiteres beitragen.
Sorry.

Anders sieht es aus bezüglich der kulinarischen Selbstversorgung.
Alle gängigen Supermarktketten, egal ob im Discounter oder im höherpreisigen Bereich, haben neben den gängigen Grundnahrungsmitteln einer pflanzlichen Ernährung, auch ein breites Spektrum an pflanzlicher „Milch“ im Angebot.
Vor allem die Kette Netto [blauer Schriftzug mit einem Apfel als „o“] hat ein breites Spektrum an importierten Bioprodukten von Ölen und Aufstrichen, über Kokosfett, diverse Riegel, Getreide- und Pseudogetreide, Hülsenfrüchte, Nussmuse […etc.] zu bieten. Auch Tofu, veganen „Käse“ und Aufstriche der Marke „Violife“ gibt es hier für 349 ikr [circa 2,90 €] zu kaufen.
Bioprodukte im Frischobst- und Gemüsebereich sind leider nahezu nicht vorhanden.
Sehr positiv ist aber zu erwähnen, dass Gurken, Tomaten und Champignons zum Teil in Island, unter Zuhilfenahme der reichlich vorhandenen Erdwärme und des ebenso reichlichen Wassers, in Gewächshäusern selbst produziert werden. Somit entfällt [zum Teil] der Import dieser wasserbedürftigen Gemüsesorten aus wasserarmen Ländern wie Spanien und Marokko.

Was wir von der veganen Verpflegung auf der Fähre M/S Norröna [Dänemark-Island] halten, kannst du hier nachlesen.

Fazit:
Lebensmittel sind in Island aufgrund des Imports mitunter erheblich teurer als in Deutschland. Als VeganerIn hat man jedoch [mittels Selbstversorgung] überhaupt keine Sorgen und kann in jeglicher Form und Vorliebe an die altbekannten Gewohnheiten anknüpfen. Die traditionelle isländische Küche ist indessen deftig, oft fettig, lamm- und fischlastig und liegt daher eher nicht im Begehren der PflanzenfresserInnen.